Das kommt aus den Wassertanks: Igittigit

In Kilada kam klares Wasser aus dem Tank und der sollte auch desinfiziert worden sein.
Wir haben also auf der Werft frisches klares Wasser aufgefüllt, natürlich nicht zum trinken sondern zum waschen, abwaschen etc.
Was jetzt aber nach unserer Seefahrt aus der Leitung kommt, ist gruselig.
Eine ekelige braune Brühe.
Das Tankinnere (Blech, Kunststoff ?) wurde auch im oberen Bereich, wo kein Wasser stand einmal so gründlich durchgespült.
Diese Suppe ist zu nichts zu gebrauchen und wir versuchen sie nach und nach über die Druckwasseranlage loszuwerden um später erneut mt Frischwasser aufzufüllen, in der Hoffnung das es dann besser wird.
Ausserdem dichten wir die Instrumente in der Armaturentafel ab. Das niedrige Süll bietet kaum Schutz gegen überkommendes Seewasser.
Da nur 2 Automatikwesten an Bord sind (sehr guter Zustand) erwerben wir hier noch eine 3. preiswerte Feststoffweste. Zumindest für jeden muss eine Feststoffweste vorhanden sein.
Lifebelts sind genügend vorhanden.
Beim schwimmenden Nachtlicht (zur Kennzeichnung des Standortes eines über Bord gegangenen) muss die Lampe und die Batterien getauscht werden.
Mit den Dieselfilter sind wir leider noch nicht weiter, da hier nicht verfügbar.
Zwischendurch lassen wir natürlich auch mal die Beine und die Seele baumeln. So z.B. hier in einer netten kleinen Bar mit Blick aufs Meer und die Cockatoo.
Wir sind aufs Fortkommen ausgerichtet. Schliesslich haben wir erst 1/20 der zurück zu legenden Seestrecke geschafft.









Nach gut 30 h in Patras

Bei ziemlich ungemütlichem Wetter haben wir 150 sm bis Patras abgespult.
Meist Gegenwind, die Fock konnte nur selten mitziehen, und ausserdem alles grau in grau. Wir haben uns dicht an der nur wenig gegliederten Küste des Golf von Korinth gehalten, konnten aber leider wenig sehen.
Bei der Rio Andirrio Brücke
http://www.esys.org/rev_info/Griechenland/korinth-golf.html
wurde es bereits wieder dunkel und wir hatten mächtig gegen Regen, Starkwind und Wellengang kämpfen.
Die Einfahrt in den Yachthafen war schlecht auszumachen. Es war das Backbord- Feuer ausgefallen.
Mit Hilfe eines mitgebrachten Tablett-PC und stark zoombarer Navionics Karte konnten wir uns aber meterweise herantasten und endlich die Einfahrt erkennen.
Zum Glück war ein Steg frei zum längseitsgehen. Es wäre sonst sehr schwer geworden bei diesen starken Böen die bereitliegenden Mooringleinen zu nutzen.
Ein paar Stunden ruhiger Schlaf im Hafen wirken Wunder.
Wir sind fit für den heutigen Tag um einige Dinge wie Leckstellen etc am Boot zu erledigen und einzukaufen.
Nachdem das Sturmtief mit Kern über Italien abgezogen ist, können wir morgen unsere Reise Fortsetzen.
Der Wetterbericht sieht gut aus.