Nach dem langen Cat-Überführungstörn (Griechenland nach Belgien) im Zeitraum Di 22.03. bis Do. 28.04.2016 habe ich mich mit Volldampf darauf gestürzt, die Rumpflackierung meiner Swantje zu erledigen.
Ab 03. Mai hieß es also wieder schleifen, schleifen…….
Bereits zu Jahresanfang stellte ich fest, das in den Bereichen, in denen ich die alte Primer Schicht nicht vollständig entfernt hatte, sich über den Winter kleine Bläschen in der Primer-Schicht (nicht im Gelcoat !) gebildet hatten (Mikroporöses Material?). Mein Entschluss stand daher fest: Auch die noch verbliebene Primerschicht musste bis aufs Gelcoat radikal runter!
Also schleifen, schleifen…. Nochmals ca. 20 Stunden.
Den vollständigen Erfahrungsbericht zur Rumpflackierung habe ich im Segeln-Forum veröffentlicht.
Rumpflackierung EMKA 29HT Swantje
Das Gesamtergebnis der fertiggestellten 2K-Lackierung kann sich jedenfalls sehen lassen. Ich bin mehr als zufrieden.
(B)logbuch
Törn Kilada(Griechenland) nach Belgien
Unser Überführungstörn in nüchternen Zahlen
Di 22.03. bis Do. 28.04.2016
2880 sm gesamt
Zeit gesamt 38 Tage
Davon auf See 20,5 Tage
Route 1 Kilada-Corinth
75 sm 13h
Route 2 Corinth-Patras
75 sm 12h
Route 3 Patras-Zakinthou
70 sm 12h
Route 4 Zakinthou-Messina
265 sm 2t
Route 5 Messina-Teulada
340 sm 2t 9h
Route 6 Teulada-Formentera
288 sm 2t 1,5h
Route 7 Formentera-Fuengirola
335 sm 2t 13,5h
Route 8 Fuengirola-Sotogrande
47 sm 10h
Route 9 Sotogrande-Lagos
189 sm 1t 7h
Route 10 Lagos-Bayona
337 sm 2t 4,5h
Route 11 Bayona-Camaret Sur Mer
435 sm 2t 20h
Route 12 Camaret-Cherbourgh
187 sm 1t 3h
Route 13 Cherbourgh-Terneuzen
240 sm 1t 9h
Entspannte letzt sm zum Ziel
Die letzten 240 sm von Cherbourgh nach Belgien gingen wir entspannt an.
Hatten wir doch bald unseren Überführungsauftrag erfüllt.
Nur die Kälte machte uns inbesondere bei der Freiwache unangenehm zu schaffen. 7 Grad Celsius sind nicht gerade kuschelig.
In der ersten Nacht „ärgerten“ uns einige Fischer mit unberechenbaren Manövern und einer scheuchte uns mit starken Scheinwerfern regelrecht von dannen.
Am Tag meist bewölkt, sogar ein kurzer Hagelschauer aber immer wieder zauberte auch die Sonne bei eisigen Temperaturen ein schönes Licht.
Nach Passage Calais mussten wir in den dort vorgelagerten Bänken einen geeigneten Weg suchen. Etliche Tonnen erleichtern hier die Navigation und wir hatten Glück mit der ruhigen See.
Aus der Ferne beobachteten wir einen Hubschrauber der es auf ein Fischerboot abgesehen hatte. Ein Blick in die Seekarte bestätigt, hier ist das Fischen verboten. Was sich da jetzt wohl abspielt nachdem vom Hubschrauber sogar eine Person abgeseilt wird.
Wir bekamen auch noch Besuch: Von der Grenzkontrolle in gestalt eines großen Schnellbootes. Hannes Antworten auf die per UKW gestellten Fragen (Schiffsname, woher, wohin,wieviele Personen an Bord) waren aber wohl ausreichend und plausibel. Wir wurden nicht gefilzt und sie ließen uns ziehen.
Gegen 19:00 erreichten wir den Hafen Terneuzen und wurden von der Neu- Eignerfamilie begrüßt. Sie freuten sich augenscheinlich das Boot nach dieser langen Reise über 5,5 Wochen sicher in ihrem Besitz zu sehen. Ein herzliches Dankeschön und eine Einladung zum gemeinsamen Essen noch am gleichen Abend folgten.
Nach einem Klapperschluck an Bord dielen wir in erholsamen Schlaf. Auftrag erfüllt.
Heute bringen wir das Boot noch durch einen Kanal zu seinem eigentlichen Liegeplatz, packen unsere Sachen und verbringen eine Nacht per „bed and breakfast an Land“. Morgen holt uns Frank – ein Freund von Hannes- mit dem Pkw ab. Es geht heim. Ein schönes Gefühl nach dieser langen Seereise.







