Ausflüge an der Südspitze Norwegens

Gestern sind wir mit dem Pkw nach Mandal gefahren, der südlichsten Stadt Norwegens. Das nicht ohne weiteren Grund: Vor 17 Jahren bin ich mit meinem Sohn Thomas von Hanstholm in Dänemark dorthin gesegelt. Trotz zahlreicher Segeltouren -u.a. 2 mal nach Norwegen – habe ich es bisher nicht geschafft wieder dorthin zu segeln. Nun also auf dem Landweg – Erinnerung auffrischen. Auffällig ist in Mandal, wenn man von See kommt der weiße Strand an Backbord in der Mündung des Mandal-Flusses. Thomas wird sich bestimmt dran erinnern, wenn er dies liest.
Damit Ilse auch zu ihrem Recht kam, gings zum shoppen in die Einkaufsstrasse mit den alten Holhäusern. Jetzt zum Sommerende hatte Mandal aber seinen Flair schon ein wenig verloren. Vom menschenleeren Strand in eine kaum geschäftige Fußgängermeile. Überall Sommerausverkauf. Wir brachen unseren Besuch dann doch recht rasch ab und verbrachten nach Durchzug einiger Regenschauer noch schöne Stunden auf dem Campingplatz.

Heute gabs einen weiteren Ausflug über Farsund zum Leuchtturm Lista durch eine ausgesprochen urwüchsige Landschaft. In Farsund, das ich mit dem Segelboot bereits mehrfach besuchte,,, konnte ich es kaum glauben: Nicht ein einziges Boot am Gästesteg mehr. Saisonende! Im Ortskern, diret an der Straßenbrücke ist jetzt übrigens ein großer Einkaufspalast hingestellt worden. So ein großer viereckiger Kasten. Schade. Vielleicht weden dann noch mehr kleine Geschäfte im Ort schließen müssen.
Richtung Lista kamen wir am Küstenabschnitt mit mehreren Stränden vorbei. das Wetter lud aber heute leider nicht zu einem Strandspaziergang ein.
Ilse guckte den Leuchtturm Lista zunächst etwas schief an: Da soll ich hoch?
Von oben war dann der Blick aber recht schön und auch Ilse war halbwegs zufrieden.
Beeindruckend war die Karte mit den Schiffen, die hier an der Küste ihr Ende fanden.

Auf der Rückfahrt kam mir spontan die Idee auch noch das auf einer Halbinsel liegende Korshamn zu besuchen Dieser Hafen würde sich auch als erster Anlaufpunkt bei einem Segeltörn von Dänemark kommend anbieten und ich wollte ihn mir einmal anschauen.
Recht nett. Gute Anlegemöglichkeiten und sogar ein kleiner Laden. Allerdings auch ein großer Komplex mit Hütten und Mietbooten für Angler. Aber auch hier nicht mehr all zu viel Leben.
Ein schöner Tag. Wir haben wieder viel gesehen.Mit der Restauration war es unterwegs noch so dolle.
Deshalb hat Ilse uns heute abend eine Pilzpfanne zubereitet. Lecker!

Im äußersten Süden von Norwegen

Für mich als Segler ist es naheliegend, das Kap Lindesnes zu besuchen.
Also gings am Donnerstag ca. 200 km überwiegend auf der E49 nach Süden.
Aber auch diese Hauptstrecke hatte ihren landschaftlichen Reiz.

Auf dem Kap sind wir hier auf einem wunderbar in die Natur eingebetteten Campingplatz. Man sieht uns sicherlich die Freude darüber an. Spontan haben wir beschlossen, bis Dienstag hier zu verbringen und erst Mittwoch die Fähre vom nahegelegenen Kristiansand nach Hanstholm in Dänemark zu nehmen.

Gestern stand die Besichtigung des Leuchtturms an. Ein hervorragend gepflegtes Gelände mit Besucherzentrum – und dann der Blick vom Leuchtturm Lindesnes selbst – das bleibt sicherlich in der Erinnerung.
Erwähnenswert ist außerdem der hervorragende Film über die Küstenregionen, Schifffahrt und Fischerei von Norwegen Schweden und Dänemark im Laufe der letzten Jahrzehnte, in dem viele für uns noch unbekannte Zusammenhänge aufgezeigt wurden.
Kein Wunder, das wir sehr zufrieden zurück zu unserem Campingplatz radelten.

Preikestolen (II)

Habe mir das Treiben und die wabbernden Nebelsschwaden eine Zeit lang angeschaut. Die Wasseroberfläche des Fjords konnte man so natürlich nicht sehen. Dafür strahlte das Nebel-Wattekissen eine einzigartige Faszination aus.

Zurück gings gegen den unablässigen Strom weiterer wanderer und ich war froh, bereits morgens aufgebrochen zu sein. Zufrieden kehrte ich zum Basiscamp zurück.

Fazit: Für den Preikestolen braucht man richtige Wanderschuhe/stiefel., muss trittsicher sein und einigermaßen fit wegen teilweiser starker Anstiege. Es ist schon eher klettern al wandern. Der „Weg“ ist aber vermutlich dank der Arbeit der Sherpas sehr gut präpariert. Und es ist erstaunlich, wie viele es sich zutrauen und es dann auch irgendwie schaffen. Badelatschen und „Glitzer-Balerinas“ konnte ich nicht sichten. Aber ein junger Vater hatte vorne im Beutel ein Kleinkind und hinten den Rucksack. Alle Achtung ! Aber man kann sagen: Gut austariert.