Nach meinem langen Sommertörn mit Minerva, wollte ich natürlich mit Ilse zusammen auch los.
Die Idee war, unseren Wohnwagen in Ditzum an der Ems abzustellen und vorzugsweise per Rad die Gegend zu erkunden. Schnell wurde klar: In Ditzum gibt es „nur“ einen Stellplatz für Wohnmobile, nicht das richtige für uns.
So fiel unsere Wahl auf Bingum gegenüber von Leer und den dortigen Campingplatz Ems-Marina.
Am Sonntag 06. September sind wir angereist, haben alles aufgebaut und uns auf dem Platz gleich wohlgefühlt.



Für Montag war herrliches Wetter angesagt, also vormittags rauf auf die Räder und immer am Deich entlang nach Ditzum.



Nicht weit entfernt begeisterte uns in Jemgum die Kirche (leider nicht geöffnet), die Windmühle und vor allem der Hafen, in dem eine ansehnliche Flotte von Sportbooten untergebracht ist.





Immer weiter hinterm Ems-Deich durch schöne Natur.

Munter radeln wir nach Ditzum und vom Deich haben wir einen schönen Blick auf den Hafen. Dort bei der Werft lag auch die alte Personenfähre Richtung Petkum (andere Ems-Seite), die wegen einer technischen Störung kurzfristig ausgefallen war. Zu gern hätten wir damit übergesetzt.



Versöhnt wurden wir dann durch den Aufenthalt im „Strandräuber“ einem urigen alten Gasthof.



Dienstag hatten wir eine Verabredung mit Ulla im Wassersportverein Petkum, wo Ilse ihre handgestrickten Socken für die „Kanalweiber“, die ich auf meiner Bootstour kennenlernte, übergeben konnte. Dort sahen wir auch eine schöne von Ruth gefertigte Collage, dieser „Kanalweiber“ und genossen frischen Kaffee und Mett-Brötchen.

Weiter gings nach Emden und hier setzte dann auch bald ergiebiger Regen ein.
Aber im Central-Cafe ließ es sich gut aushalten.
Der anschließende Bummel durch die Fußgängerzone von Emden hat uns nicht so begeistert. Die Hafenanlagen und das informative Landesmuseum hatten wir bei anderer Gelegenheit schon genügend erkundet, als zurück und Lesestunde im WoWa.


Am Mittwoch wäre es mit dem Rad über die Jann-Berghaus-Brücke nur ein Katzensprung nach Leer gewesen, aber wegen angekündigtem Regen leider wieder mit Pkw. Wir konnten aber schön an der Hafenmeile entlang bummeln, bei Sonnenschein einen Cappucchino draußen genießen, die Shopping-Meile durchqueren und später in der Altstadt wie bei Muttern essen: Lecker Kartoffel-Steckrüben-Stampf mit Bratfisch und Ilse bekam ihre geliebten Kibberlinge.
Ein schöner Abschluss.



Donnerstag war dann „Ilse-Tag“. Wir treffen uns mit Bruder Reinhard und Schwägerin Anke in Bad Zwischenahn (in gut 45 Min. zu erreichen) und verleben schöne gemeinsame Stunden dort.








Freitag dann per Pkw nach Papenburg. Ilse hatte hier früher mal die Landesgartenschau besucht und auch ich hatte gute Erinnerungen anlässlich einer Bootstour mit Vereinskameraden.


Es ist immer wieder herrlich an beiden Seiten des Kanals entlang zu spazieren und in den zahlreichen Geschäften zu stöbern.
Auf dem Wochenmarkt gönnte ich mir eine Erbsensuppe aus dem großen Kessel.
Aber auch die Kirche mit dem uralten Baum davor hat uns beeindruckt.





Am Samstag endlich wieder gutes Wetter zum Radfahren, diesmal nach Weener in der anderen Richtung an der Ems entlang mit Zwischenhalt in Kirchborgum.









Ich war fasziniert von der Schleuse in Weener.






Und auch vom dahinter liegenden alten Hafen-Schlauch.









Auch der Sportboothafen ist gut gefüllt.

Im urigen Restaurant „Hafen 55“ lassen wir es uns gut gehen. Dieser Standort scheint durch eine Hafen-Moderniserung bedroht und stößt hier nicht auf Zustimmung. Wäre sehr schade um dieses unkonventionelle Lokal.



Mit dem Ausflug nach Weener fand unsere 1-wöchige Wohnwagentour einen herrlichen Abschluss.
Die Reise hat sich gelohnt. Wir haben viel gesehen und entdeckt und das nicht ganz so gute Wetter haben wir mit Lesestunden in unserem gemütlichen WoWa aufgepeppt.
