Geführte Tour Ruhrpott und IJsselmeer: (1) Die Anreise

Am Mittwoch 08.07. startete ich mit Minerva gen Bremen zur lang ersehnten Rundfahrt.
In der LMB Marina ergatterte ich den absolut letzten Platz für mein kleines Tuckerboot – ist halt Ferienbeginn.
Donnerstag genoss ich das sommerliche treiben in Bremen und bereits Freitag kam mein verlässlicher Co-Skipper Michael aus Rostock an Bord.
Außerdem fanden sich die Boote Lahja (Susanne und Werner aus Strohausen) und Nordwind (Ramona und Lutz aus meinem WVW e.V.) Wir 3 Boote treten zusammen die Anreise zur geführten Bootsfahrt im Ruhrgebiet an, die vorbildlich von Thomas aus dem LMN Nordrhein-Westfalen organisiert ist.

Tag 1

Es soll 60 km bis nach Hoya gehen, wobei 3 Schleusen zu bewältigen sind.Der Streckenabschnitt auf dem tidefreien Gewässer hinter Bremen ist sehr reizvoll. Viele kleine Sandstrände und überall waren kleine und große Boote angelandet.Kühe, Pferde, Reiher, Gänse und sogar fesche Girls auf dem SUP.

Die Schleuse Langwedel kostet uns leider  1,5 h . Man weiß halt nie, was der Schleusengott will.

Den Hafen Hoya hatte ich noch von einer Wesertour in guter Erinnerung. Wir wurden diesmal auch freundlich empfangen. Anlegerhilfe und ein netter Abend mit Musik (karaoke) und Getränkeausschank. Michael und ich genossen ein erfrischendes Bad im Weserstrom.

Morgens holte Michael mitLeihrad und Anhänger  den kostbaren HV100- Diesel. 30 l verschwanden im Bauch von Minerva.

Tag 2

Bis Nienburg  waren es nur 23km. Ein netter junger Hafenmeister empfängt uns. Wir können alle 3 längsseits an den Gästesteg.

In Nienburg ist die Strandbar der Hit. Michael und ich besuchen sie nachmittags und abends. Und auch ein erfrischendes Bad im Hafen fehlt nicht.

Auch ein kurzer Gang durch die City. Doch Sonntags alles zu – sogar die Kirche.

Tag 3

Morgens erst Einkauf bei Famila. 

Wir gingen nach dem Berufsschiff “Specht” in die Schleuse Landesbergen. Weil wir gut in der Zeit lagen, legten wir nach nur 23 km bereits einen Stop im  Naturhafen Stolzenau ein. Alle längsseits an moderner Steganlage.

Wir haben mehrmals dort gebadet und auch kecken Jugendlichen das Code-gesicherte Tor geöffnet. So hatten auch sie Bademöglichjkeit. Michael verlieh seine Badehose sogar an ein nettes Mädel. Minerva diente als Umkleidekabine.Ansonsten ein verschlafener Ort. Das kulturelle Zentrum schien der Rewe Markt zu  sein. Auf dem Campingplatz, den ich mit Ilse von einer WoWa Tour kannte, gab es nicht Mal ein Eis.

Tag 4

Wir hängen uns direkt hinter das polnische Schiff “Martina” und konnten so in rascher Folge die Schleusen Schlüsselburg, Petershagen und Minden bewältigen. Die Mindener Schleuse hat einen Hub von 13 m und wir haben insgesamt 39 m bergauf erklommen.

Im Mindener Yachtclub  am Mittellandkanal empfängt uns das sehr gute Lokal “Hafenblick” – der Name ist Programm.

Lutz hält es ohne Angel nicht mehr aus und düst mit  seinem E-Roller -jetzt mal geladen- zum nächsten Angelshop, um alles nötige zu erwerben – auch die Köder , die  Michael trotz Angel nicht dabei hatte.

Die extrem guten und stylischen Duschen sind besonders zu erwähnen.

Tag 5

Knapp 50km bis zur Marina Bad Essen. Das ich einen Hafen vorher reinfuhr verrate ich lieber nicht, zumal wir nur kurz fest waren und gleich wieder raus sind.

Die Marina Bad Essen entfaltet erst nach einiger Zeit ihren Charme. Modern gestaltet, etwas steril aber tolle Einkaufsmöglichkeit. Und als gegen 14.00 die Strandbar öffnet, finden wir  die Marina ganz gut. Und auf der Mole lässt es sich in den Abendstunden bei Sonnenuntergang prima aushalten. Die Fotos von unseren Girls habe ich inzwischen an ein Frauenmagazin verkauft.

Bis in die Dunkelheit haben Lutz und Michael geangelt – wie immer erfolglos.

Tag 6

Zur  Marina Recke sind gut 50 km zu bewältigen.

Nach 3 h Fahrt zweigt an BB der Stichkanal Richtung Osnabrück  ab – er soll sogar erweitert werden.

Wir finden die Fahrt abwechslungsreich: Uferbewuchs, Bemalungen an den Brücken, Großsilo “Deutsches Frühstücksei”, sowie das “dampfende Wasser.

Die in die Landschaft eingebettete Marina Recke gefällt uns sofort und auch die taffe Kellnerin, die uns mit allem versorgt (z.B.Stachelbeer-Baiser-Torte)

Michael und ich sind natürlich ins nahe Waldfreibad. Ramona hatte sich leider verkrümelt und auch unser “Bademeister” Werner kam nicht mit

Abends haben wir dann den von Werner gesponserten Kohlrabi mit  Kartoffeln, Sauce Holandaise und Schinkenwürfeln (Schlachterqualität) verspeist.

Das wiederum abendliche Angeln mit  Großmeister Lutz brachte Spaß aber keine Fische.

Tag 7

Heute sollte es spannend werden. Nach 13 km gingen wir im “Nassen Dreieck”in den Dortmund-Ems Kanal und verlassen den Mittellandkanal. Auffallend war auf der Strecke das Sicherheitstor Hörstel mit dem der Mittellandkanal komplett verriegelt werden kann.

Das “Nasse Dreieck ist weiträumig und die Einfahrt bei km 108 in den Dortmund-Emskanal gestaltet sich unproblematisch. 

Von Emden kommend ist die Schleuse Bevergern kurz vor dem nassen Dreieck zu überwinden. 5 Teilnehmende Boote unser “geführten Fahrt” kommen hier erst ab 18.07. durch (die Schleuse war lange wegen Bauarbeiten gesperrt..

Wir aber fahren weiter bis zu der Stelle, wo nach 28km bei  Fuestrup die Ems überquert wird. Hier st zur Zeit eine Baustelle und die “Umfahrung “ wird per Ampel geregelt.Jede Fahrtrichtung hat immer eine Stunde Zeit. Wir als Bergfahrer können immer zur geraden Stunde fahren und reduzieren stark unsere Fahrt, da wir erst ab 14:00 passieren können.

Das gibt uns aber vorher noch Gelegenheit die “Alte Fahrt Fuestrup” (einen Seitenarm) zu besuchen. Unzählige Sportboote liegen hier dicht an dicht in der Natur. Und witzig eine kleine Fähre verbindet die Ufe – bezeichnet mit Dover-Calais.

Wir liegen noch 15 Minuten direkt vor der Ampel, die pünktlich auf grün“ springt.

Die große Schleuse Münster hatten wir rechtzeitig informiert, so das wir direkt einfahren können.

Der Monastaria Yachtclub Münster liegt direkt hinter der Schleuse. Hakan der Hafenmeister ist sehr freundlich und  weist unser  Boot in die von uns bestellten Liegeplätze ein.

In Münster bleiben Lahja und Nordwind 1 Tag liegen. Minerva fährt  mit Michael und mir ein Stück weiter (ca. 2 h ) nach Senden, wo ich mich auf einen Besuch bei einem Kumpel aus Telekom-Zeiten tüchtig freue.

So sind wir natürlich erpicht uns abends noch Münster anzuschauen und fahren per Bus direkt bis zur imposanten  Lambertikirche Unbeschreiblich und ungewohnt für uns ”Landeier”ist das bunte, quirlige  Stadtleben, das wir geradezu fasziniert betrachten. Leider können wir nicht in die Kirche – ein Gottesdienst soll nicht gestört werden. Aber auch so genießen wir mit Besuchen von Straßencafes die Atmosphäre und komme gut gelaunt  gegen 21:00 wieder im Yachthafen an.

Sogar Waschmaschine und Trockner konnten wir noch laufen lassen.

Tag 8

Michael und mir ließ es keine Ruhe: wir wollten wenigstens in Münster die Kirche besichtigen.

Also heute morgen nur kurz Kaffe an Bord und dann um 08.16 gleich los mit dem Bus.

Prima – wir konnten uns  ganz in Ruhe die imposante katholische Pfarrkirche St. Lamberti, den Wochenmarkt, und den Dom anschauen.

Zum Schluss gab’s Kaffe und Brötchen an einem gut frequentierten Stand zu Füßen des Doms.

Bereits um 11:00 lösten wir bei Minerva die Leinen und fuhren nach Senden.

Reinhard erwartet uns schon !

Tag 9

Lahja und Nordwind Gabeln uns gegen 11:00 bei Senden auf und wir fahren gemeinsam noch ca. 10 km zum Treffen in Datteln mit den anderen 6 Booten.

Am 20.07. ist dort die Fahrerbesprechung für den Rundkurs im Kohlenpott.

Wir freuen uns riesig drauf.

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Autor: Travelling-Rainer

Begeisterter Wassersportler. Nach 30 Jahren mit SY Swantje nun demnächst mit kleiner Verdränger-MY unterwegs.

Ein Gedanke zu „Geführte Tour Ruhrpott und IJsselmeer: (1) Die Anreise“

  1. Moin Rainer – das hört sich ja alles schön und spannend an. Tolle Eindrücken von der Tour. Fisch kann man auch kaufen (lol) .Wünsche dir morgen einen schönen TourstartGrüße Holger Von meinem/meiner Galaxy gesendet

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