Persönliche Energiewende

Meine Begeisterung für die Elektromobilität ist bekannt.
Am 16.06.2022 ging zusätzlich meine PV-Anlage mit 26 Modulen in Betrieb.

Eine Ost-West Anlage mit Modulen auf 2 Dachhälften.

Die Anlage ist nun 5 Monate in Betrieb und hat die erstaunliche Menge von 4400 kWh erzeugt – wir hatten ja auch einen tollen Sommer.

Vom Netzbetreiber habe ich bis incl. 13.10. eine erste Abrechnung für den eingespeisten Strom erhalten, der aufgrund des EEG aber nur mit 6,34 ct vergütet wird, insgesamt 175 €.

Mein Augenmerk richtet sich aber vor allem darauf, den erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen und zwar über Sofortverbrauch, zur Ladung einer Speicherbatterie (für die nächtliche Versorgung) und zur Ladung meines E-Autos.

Hier ein paar Zahlen, die das Konzept verdeutlichen:

Erzeugte Strommenge 4400 kWh
Direktverbrauch 25%
Eigenverbrauchsquote 36%
(durch Batterie-Puffer und E-Auto gesteigert)

Netzbezug nur 288 kWh

Natürlich Öko – Strom


Eingespeist ins Netz 2800 kWh !

Die Zahlen bedeuten insgesamt eine Autarkiequote von 84%

Auf das E-Auto bezogen ergibt sich folgendes Bild
Lademenge 950 kWh
Davon 750 KWh selbst erzeugt und 200 kWh aus dem Netz.
Autarkie 78%

Es ist zu erkennen, die reine Hausversorgung wurde in den Sommermonaten nahezu vollständig durch Solar gedeckt, der Netzbezug diente vor allem zusätzlich zur Ladung des E-Autos, wenn die Solar-Ladezeit nicht ausreicht größere Strecken zu fahren.

Alles in allem ein sehr positives Ergebnis für die Sommermonate. Bin gespannt auf das Jahresergebnis incl. Winter.

Dezentral selbst erzeugter Strom für Haus und Auto und zusätzlich eine große Menge Strom (quasi ausreichend für den Jahresverbrauch eines weiteren Haushaltes)
So kann die Energiewende funktionieren, vor allem, wenn das öffentliche Netz sukzessive durch Windenergie, Speicherlösungen und intelligente Steuerung geregelt und stabilisiert wird.

Basierend auf meinen Erfahrungen kann ich Haushalten, die eine Investition einer PV-Anlage stemmen können, raten, eine Anlage zu installieren. Vor allem, wenn ein E-Fahrzeug mit einbezogen wird.
Vor dem Hintergrund von Energieknappheit und steigenden Strompreisen lohnenswert und erzeugt auch ein gutes Gefühl, die Energiewende mitzugestalten.

Zur Zeit wird leider das Bild noch durch ûberbordende Bürokratie und überflüssiges Regelwerk getrübt. Auf meine negativen Erfahrungen mit Netzdienstleister und Finanzamt gehe ich hier nicht ein. Die Bemühung der Politik für Vereinfachung ist endlich sichtbar, aber könnte noch konsequenter und schneller sein.

Und zur Zeit gibt es auch erhebliche Engpässe bei den PV- Installationsbetrieben und bei der Verfügbarkeit einzelner Komponenten.

Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur muss unbedingt schneller ausgebaut und besser werden. Deutschland sieht im Europäischen Vergleich nicht gerade gut aus.

Heute habe ich im Netz einen Beitrag von Arte zur Thematik „entdeckt“, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte.

P.S.
Den im Video genannten Ladepark in Hilden von Bäcker Schüren habe ich natürlich auch längst besucht.
Am E-Cannonball habe ich 2021 zusammen mit meinem Sohn teilgenommen.

Autor: Travelling-Rainer

Begeisterter Wassersportler. Nach 30 Jahren mit SY Swantje nun demnächst mit kleiner Verdränger-MY unterwegs.

Ein Gedanke zu „Persönliche Energiewende“

  1. Hey Papa, bin gespannt, ob ich Deine Erfolge einholen kann. Noch steht nur das Trägergerüst auf dem Dach, aber in den Wintermonaten werde ich wohl auch noch die eine oder andere Sonneneinstrahlung ernten 🙂 viele Grüße, Thomas

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