Erster Törn 2019: Ziel Helgoland

Den ersten Törn in der Saison unternehme ich gern nach Helgoland.

Auch für Gert war es keine Frage mich auf Swantje vom 24. – 26. April zu begleiten, obwohl er bereits seinen Törn zum roten Felsen auf SY Manta hinter sich hatte.
Wegen des guten Wetters gab es zu Ostern sogar 7er-Päckchen – ungewöhnlich ansonsten zu der frühen Jahreszeit.

Wir starteten am Mittwoch mit der 16:00 Schleuse in Bremerhaven und motorten auf der Weser zunächst gegen den noch leicht auflaufenden Strom.
HW erst um 17:30 aber wir wollten nicht zu spät in der Nacht ankommen.
Ab Türmen dann herrliches Segeln unter Genua bei Ost 4 und ein unbeschreiblich schöner Sonnenuntergang.
Gegen 23:30 lagen wir fest im Helgoländer Hafen. Unser Plan war aufgegangen. Und der Hafen war nur mit wenigen Schiffen belegt.
Bei einem Klapperschluck an Bord konnten wir uns gegenseitig noch kräftig etwas „vor lügen“.

Am Donnerstag Einkaufen bei Manni, Diesel bunkern, ein Rundgang zum Osthafen und wir durften beim Maststellen unser Helgoländer Segelfreunde „helfen“.
Zur Belohnung gabs selbstgebackenen, vorzüglichen Apfelkuchen.
Und Abends ließen wir natürlich den Besuch in der Bunten Kuh nicht aus. Die Knieper waren leider alle, aber wir fanden ein anderes leckeres Fischgericht.

Für Freitag war nicht so gutes Wetter angekündigt. Wir starteten relativ früh bereits um 09:00 bei vermeintlich wenig Wind und befürchteten schon motoren zu müssen.
Eine West-Brise von 3-4 zog uns bis zu den Türmen dann jedoch gut voran.
Auf der Weser wurden wir nur von einigen leichten Schauern geärgert. Bei schwächer werdendem Wind stellten wir dann auch die Maschine an.
So erreichten wir um 16:30 die Fischereihafen-Doppelschleuse.

Für uns ging ein schöner erster Törn zu Ende !

 

 

Der Winter ist zu lang…

weil man nicht segeln kann !

Man kann zwar vieles tun:

Boot einlagern und bis zum Frostbeginn erste Arbeiten durchführen
Einen Filmabend im eigenen Verein organisieren
Forumstreffen besuchen
Ersatzteile fürs Boot beschaffen
Tagestörn per Bäderschiff mit dem Verein nach Helgoland
An Kohltour teilnehmen
Endlich mal den Computer und den Bücherschrank aufräumen
Arbeiten im Haus und in der Wohnung
Viel Zeit mit Frau, Familie und Freunden verbringen
Viel Lesen
Outdooraktivitäten
Kultur, Theater- und Kinobesuche
Regelmäßig Sport
Reisen unternehmen
Von neuen Reisen träumen und welche planen

…und der Zeit entgegenfiebern, wann es nach Ende der Frostperiode
mit den Arbeiten am Boot endlich weiter gehen kann.

Manchmal erscheint einem der Winter fast zu kurz,
weil man obiges gar nicht schafft.

Aber der Winter ist trotzdem zu lang, weil:
Man kann nicht segeln !

Mit dem Slippen beginnt dann endlich das Sommerhalbjahr.
Der Sommer ist dann meist zu kurz ! Was will man nicht alles erkunden.

Die Jahre fliegen nur so dahin.
Winter zu lang (oder zu kurz?) – Sommer zu kurz.

Aber ich möchte es nicht missen: Das Segeln !

Und jetzt ist er ja auch in greifbarer Nähe:
14. April – Der Slip-Termin für SY Swantje
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