(B)logbuch

Tief Jürgen

Heute hat mich eine Böenwarnung 7 Bft sicherheitshalber im Hafen Orth verbleiben lassen. Aber schon in dieser Nacht droht neues Ungemach. Die Front des ausgewachsenen Sturmtiefs Jürgen mit Kern nahe Schottland wird in Norddeutschland mit viel Wind ihr Unwesen treiben.
Da heisst es nur abwarten.
Langsam kommen Erinnerungen auf, als ich mit Gert 7,5 Tage in Thyboron ausharren durfte bevor wir Richtung Norwegen starten konnten. Aber ich hab ja noch viel Zeit – Ruhe bewahren.



Leinengetüddel

Ich sah mich gut festgemacht an meinem außenliegenden Liegeplatz im Hafen Orth. Bis ich nachts um 03:00 durch einen unsanften Stoß plötzlich geweckt wurde. Aus dem Riefschlaf kommend dauerte es einige Zeit, bis ich meine Lage realisierte. Der Steven hatte die Stahlkaje berührt und auch mein Nachbarlieger ein eheblich grösseres Boot war mächtig mit mir auf Tuchfühlung gegangen. Des Rätzels Lösung: Steigendes Wasser hatte für erhebliches Spiel in den Leinen gesorgt, so dass mein Boot unangemessen schwoite.
Es half nichts, ich musste bei starker Schauerböe raus, die Leinen verkürzen und habe zur Sicherheit noch weitere ausgebracht. Heute habe ich verlegt.





Windpfeifen auf Fehrmarn

Hier in Orth fängt es jetzt richtig an zu pfeifen und der vorhergesagte Regen fällt.
Gut das ich nicht bis Gedser weiter gesegelt bin. Die Vernunft hat gesiegt -ich war durch den Wetterbericht auch ausreichend gewarnt – unterwegs hätte es mich bestimmt erwischt.
So aber war es tolles schnelles Segeln bei halbem Wind.
Ein großes holländisches Schiff(siehe Foto) mühte sich stundenlang mich zu überholen.
Ich liege hier ganz außen dicht bei der Einfahrt. Mein Lieblingsplatz mit blick auf die Fehmarnsundbrücke.
Mit dem Hafen habe ich es in gastronomischer Hinsicht prima getroffen.