Paestum – Auf Tuchfühlung mit dem Altertum

Unser Campingplatz liegt nur wenige 100 m von dem ausgedehnten archeologischen Gelände entfernt.
Das haben wir heute schon mal mit dem Rad umrundet, eine Bildbroschüre erworben und auf den noch geplanten Besuch des Freigeländes und des Museums eingestimmt.
Als Zaungäste haben wir einen Tempel (ca 450 J v Cr) abgelichtet.

Schon Johann Wolfgang Goethe besuchte Paestum während seiner italienischen Reise am 23. März 1787, also 35 Jahre nach dessen Wiederentdeckung. Er schreibt darüber:

„Das Land ward immer flacher und wüster, wenige Gebäude deuteten auf kärgliche Landwirtschaft. Endlich, ungewiß ob wir durch Felsen oder Trümmer führen, konnten wir einige große länglich-viereckige Massen, die wir in der Ferne schon bemerkt hatten, als überbliebene Tempel und Denkmale einer ehemals so prächtigen Stadt unterscheiden […] Von einem Landmanne ließ ich mich indessen in den Gebäuden herumführen, der erste Eindruck konnte nur Erstaunen erregen. Ich befand mich in einer völlig fremden Welt.
Denn wie die Jahrhunderte sich aus dem Ernsten in das Gefällige bilden, so bilden sie den Menschen mit, ja sie erzeugen ihn so. Nun sind unsere Augen und durch sie unser ganzes inneres Wesen an schlankere Baukunst hinangetrieben und entschieden bestimmt, so dass uns diese stumpfen, kegelförmigen, enggedrängten Säulenmassen lästig, ja furchtbar erscheinen. Doch nahm ich mich bald zusammen, erinnerte mich der Kunstgeschichte, gedachte der Zeit, deren Geist solche Bauart gemäß fand, vergegenwärtigte mir den strengen Stil der Plastik, und in weniger als einer Stunde fühlte ich mich befreundet, ja ich pries den Genius, dass er mich diese so wohl erhaltenen Reste mit Augen sehen ließ, da sich von ihnen durch Abbildung kein Begriff geben lässt.“

Was sollen wir dem noch hinzufügen?😊

Nachlese Cinque Terre (vor 1 Woche)

Bei unserem Aufenthalt in Ligurien wollten wir uns die Cinque Terre, jenen imposanten Ca. 12 km langen Küstenstreifen (Weltkulturerbe) eben nördlich von La Spezia natürlich nicht entgehen lassen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cinque_Terre
Hin gings mit dem Zug. Dies allein schon spannend wegen der vielen Tunnel. Auch zu Fuss gings dann durch einen langen Tunnel in den Ort Riomaggiore. Ein unvergessliches Panorama bot diese an den Hang geklebte Ortschaft.
Ich hatte vor über den „Liebesweg“ mit Ilse zur Ortschaft Manarola zu laufen. Der war aber aus unerfindlichen Gründen (Steinschlag?) gesperrt.
Also stand eine Bergwanderung an.. Sehr steil bergauf durch die angelegten Weinterrassen. Mehr klettern als wandern.
Man konnte sich jetzt gut vorstellen, welch unsägliche Mühen die Arbeit hier gekostet hat. Oben auf der Höhe imposante Ausblicke. Schon bald gings allerdings wieder steil bergab. Ilse war fast ein wenig verzweifelt. Aber bald konnten wir in die lebhafte Ortschaft Manarola eintauchen.
Zur Belohnung gab’s ein gutes Mittagessen in einem der 1. Lokale am Platz.
Ein unvergesslicher Tag.
Zur Nachahmung, wenn sich die Gelegenheit bietet, unbedingt empfohlen😊

Zwei Welten

Im Sommer 1500 km (Luftlinie) mit dem Segelboot in den hintersten Winkel der Ostsee (Haparanda).
Nun mit Ilse und unserem Reisewohnwagen in etwa die gleiche Distanz nach Süditalien (Paestum).
Jede Reise hat ihren eigenen besonderen Reiz.
Ich genieße die Tage und bin froh und dankbar das machen zu können.
Es stehen noch 2 Bildberichte aus:
– Unsere Wanderung durch die Cinque Terre
– Unser Ausflug nach Portofino
Versprochen – die versende ich noch.
Aber gleich gehts erst mal an den Strand😊