Früher sind wir mit unseren Booten häufig nach Rodenkirchen in einen Hafen vor dem neuen Siel gefahren.
Dort gab es auch Restauration bei „Hilde“ im Bootshaus. Und legändär ist die „Anjola-Rum“ eine Ananas-Brause mit ordentlich Rum verfeinert, die dort reißenden Absatz fand.

Der Hafen ist nun leider Geschichte. Das Ende kündigte sich im September 2010 an, als eine Flutwelle einen 40 m langen Steg an dem 8 Boote befestigt waren, los riss. Ein Jahr später fand sich kein Nachfolger für den Betrieb des Hafens.
Da meine Minerva dieses jahr im Wasser blieb, konnte ich bereits gestern zusammen mit Hannes bei bestem Wetter eine Erkundungsfahrt in die Schweiburg unternehmen und zugleich auch die genialen Kurs- Stabilisatoren genießen.

Da der ehemalige Hafen vor dem neuen Schöpfwerk ja nicht mehr existiert, sind wir spontan ein kleines Stück weiter zum alten „Strohhausersiel“ gefahren.
Wenn wir früher auf dem Deich Richtung Absersiel zur dortigen Gastwirtschaft gelaufen sind, haben wir dort auch immer einige Boote liegen sehen. Und mein Segelfreund Peter ging dort auch gern auf einen Schnack hin, weil ein Schwesterschiff seiner Boomerang dort ihren Heimathafen hatte.
Das ist jetzt 20 und mehr Jahre her – wir waren gespannt, wie es dort wohl aussieht und ob wir sogar dort würden anlegen können.
Und siehe der Eingang ist sogar beschildert.

Und ähnlich wie bei Absersiel geht es durch dichten Schilfbewuchs.


Am Ende tauchen mehrere Gebäude auf – und ein komfortabler Anlegesteg.


Ein wunderschöner Platz vor dem Deich inmitten der Natur.
Der Ort hat seinen unvergleichlichen Charme über die Jahrzehnte erhalten.




Auch Hannes ist sichtlich erfreut.

Und der Ort hat Geschichte, wie man auch im Internet feststellen wird.

Mit dem hier wohnenden Ehepaar und Eignern der Boomerang kommen wir ins Gespräch und tauschen uns über deren Reisen und die Begegnungen mit Peter und Waltraud aus.


Als der Strom kippt, brechen wir wieder auf.
Diesen wunderschönen Platz werde ich im Sommer nach Möglichkeit nochmals aufsuchen.
Mit Booten bis ca. 1,20 m nahe Hochwasser problemlos und für Minerva mit ihren 60 cm Tiefgang sowieso.

