Auch bei Minusgraden: Schön warm mit Wärmepumpe

Ich möchte jetzt auf keinen Fall eine Diskussion lostreten analog „Heizhammer“ oder „Öko-Terrorismus“.
Mein Faible für die Energiewende ist ja bekannt.

Jeder soll im Rahmen gesetzlicher Vorschriften selbst entscheiden, wie er zukünftig heizen möchte.
Mir geht es drum aufzuzeigen, das man selbst wie jetzt, bei andauernd Frost, mit Wärmepumpe zu vertretbaren Kosten es schön warm haben kann.
Ist bestimmt für alle interessant, die wie ich ein Einfamilenhaus ohne Fußbodenheizung und nicht sehr gut gedämmt haben (einfacher einschaliger Putzbau)
und sich mit dem Austausch ihrer Hezung beschäftigen.


Aber Achtung: Natürlich zuerst eine Wärmebedarfsplanung vom Fachbetrieb, bevor man sich das Ding einbauen lässt.

Das Prinzip der Wärmepumpe hat mich schon immer fasziniert.

Genial: mit relativ wenig eingesetzter Energie, wird der Umgebungsluft Wärme entzogen und diese fürs Heizen nutzbar gemacht.

Hier nun die realen Zahlen für die kalten Monate Januar:

Januar 2026: Mit 1200 kWh Strom wurden 3760 kWh Wärme erzeugt
Arbeitszahl 3,13

Januar 2025: Mit 895 kWh Strom wurden 3093 kWh Wärme erzeugt
Arbeitszahl 3,45

Und wir geizen hier nicht mit der Temperatur.
Bei Vorlauftemperatur von jetzt 45 Grad sind im Wohnzimmer 20,9 Grad, in der Küche 20,3 Grad , im Bad 23,3 Grad und auf dem Flur 19,3 Grad.
Das ist natürlich individuell vom eigenen Empfinden abhängig. Man kann ohne weiteres die Temperaturen erhöhen. Die Wärmepumpe arbeitet modulierend und man kann deren Leistung entsprechend eigener Anforderung erhöhen. Bei uns ist der elektrische eingebaute zusätzliche Heizstab nie angegangen.

Die Wärmepumpe ist im Betrieb selbst in den kalten Monaten ganz klar kostengünstiger, als das Heizen mit Gas, wie die hinten angefügte Rechnung zeigt.
In den Übergangsmonaten Sept/Okt sowie März/April läst sich mit zugeführtem Solarstrom natürlich noch kostengünstiger Heizen, so das übers Jahr gesehen sich viel sparen lässt.
Erwähnenswert ist auch, dass der Gaspreis aufgrund der CO2-Abgaben mittelfristig stark steigen wird, der Betrieb der Gasnetze auf immer weniger Kunden umgelegt werden muss und die Gasversorgung uns international in starke Abhängigkeit bringt (erst Russland, jetzt USA und weitere Länder).
Die Auswirkungen aufs Klima sprechen natürlich außerdem klar für die Wärmepumpe. Immerhin wird Strom bereits zu 60% regenerativ erzeugt mit steigender Tendenz, während beim Verbrennen von Gas weit mehr klimaschädliches CO2 erzeugt wird.

Die Kosten für eine Wärmepumpenanlage werden häufig zu hoch beziffert.
Unsere Anlage hat 25 T€ gekostet abzüglich Förderung durch den Bund mit 9 T € somit 16 T €. Akkurater Aufbau der Split-Luft/Wasser-Wärmepumpe (max 9,1 kW) durch einen Fachbetrieb incl. Austausch zweier Heizkörper durch leistungsstärkere.

Mit richtig dimensionierter Wärmepumpe braucht man auch im Altbau nicht zu frieren.


Verbrauchskosten Gegenüberstellung (kalter Monat Januar 2026)

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Autor: Travelling-Rainer

Begeisterter Wassersportler. Nach 30 Jahren mit SY Swantje nun demnächst mit kleiner Verdränger-MY unterwegs.

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