Manche mögen es für verrückt halten: 2800 km fahren, nur um am Start einer Segelregatta dabei zu sein ?

Aber auch nachdem wir gestern abend etwas geschlaucht wieder zu hause waren, steht für uns fest: Der Trip hat sich gelohnt.
So ein begeistertes, emotionales Publikum, das wirklich alle 40 Starter der Vende Globe ausgelassen auf den langen Törn um die Welt verabschiedet, muss man einmal erlebt haben.
Unsere eigenen Video- Clips können die Begeisterung vor Ort nur ansatzweise vermitteln.
Sehr sehenswert ist auch folgender offizieller Beitrag der Vendee Globe Organisation
Segeln hat in Frankreich einen außerordentlichen Stellenwert.
Und dank der Teilnahme von Boris Herrman, dem einzigen Deutschen in dem von Franzosen dominierten Rennen, steigt auch hier in Deutschland das Interesse.
Davon zeugt auch der TV-Beitrag der über Boris Herrmann gesendet wird, und der auch in der Mediathek verfügbar ist. Und auch in den Nachrichten und in der Sportschau hat die „Um-die-Welt-Regatta“ inzwischen regelmäßig Platz.
Boris Herrmann – Segeln am Limit
Wer Lust hat, kann die Positionen der Boote dieses ca. 75 Tage dauernden Rennens aktuell im Internet verfolgen. Die moderne Technik mit Trackern auf allen Booten macht es möglich.
Und ihr könnt sicher sein, wie bereits vor 4 Jahren, schaue ich jeden morgen erst mal nach dem Stand der Dinge:
https://www.team-malizia.com/live
Zum Schluss noch kurz etwas zu unserer Reise, die wir mit unserem E-Auto (Polestar 2) absolvierten. So ein langer Trip über 2800 km mit 34 h reiner Fahrzeit ist heutzutage überhaupt kein Problem mehr. Alle 2-3 h wird an den Autobahnen eine Schnellladestation angelaufen und nach 30 minütiger Kaffepause gehts weiter.
Wir liessen es zudem ohne Hast angehen und haben die An- und Abreise jeweils in 4 Etappen zurückgelegt. So haben wir Nachmittags und Abends einige Orte kennen gelernt und konnten auch die Landschaft genießen (auch der Weg war das Ziel).
Das Fahren war in Frankreich am entspanntesten. Sehr gut ausgebaute Autobahnen und bei Tempo 130 (Limit) ging es meist 3-spurig ohne Drängelei zügig voran. Baustellen gab es so gut wie keine.
In den NL bewährte sich u.E. die Tempo-100-Begrenzung auf der Autobahn nicht. Die Differenz zu den häufig 90 km/h fahrenden Lkw ist zu gering und es gibt Staus und Gedrängel auf der Überholspur.
