Flinker Wattentörn auf dem „Werner-Weg“ nach Horumersiel

Das hatten Gert und ich mit dem lütten Motorboot Fiedje noch offen: Eine Wattfahrt von Bremerhaven nach Horumersiel.

Als Besonderheit sollte eine von Wattenfuchs Werner F. empfohlene Direktverbindung mit erheblichem Zeitgewinn genutzt werden. Sie führt quasi ohne große Schlenker direkt dorthin, ist aber natürlich nur für sehr flachgehende Boote, wie die Fiedje, nutzbar.

Gestern war wetter- und tidebedingt die Chance für diesen Törn. Wir starteten etwa bei halber Tide in Bremerhaven und waren sehr erfreut, dass wir nahezu ohne Wartezeit in die Fischereihafen Doppelschleuse einlaufen konnten.

An der Geestemole werkelte man noch am schiefen Turm und auch die vielen erlebnishungrigen Zuschauer standen auf der gegenüberliegenden Mole.

In Höhe Stückgutterminal ging’s sofort aufs Watt und zwischen Langlütjen 1 und 2 hindurch.

Wir waren sehr, sehr früh dran und beobachteten aufmerksam das Echolot, welches extrem wenig Wasser unterm Rumpf anzeigte. Aber alles ging glatt und wir erreichten nahe Fedderwardersiel rasch die Besen, die den Beginn des Wattenwegs zur Jade kennzeichnen.

Bei den Markierungen für ein Unterwasserkabel verließen wir diesen Weg aber bereits wieder mit Direktkurs auf Horumersiel. Von großem Nutzen ist als Zielmarke dabei ein in der Jade stehender Radarturm. Auch die Wassertiefen sind jetzt nahe HW für uns wieder wesentlich entspannter.

Von dort ist es dann nach Querung der Jade nicht mehr weit. Am Beginn des beprickten Weges nach Horumersiel ist gut Schillig auszumachen.

Nur gut 4,5 h haben wir für den 23 sm langen Törn benötigt.

Ganz hinten durch an Steuerbord finden wir einen Klasse Platz in der Anlage des SKHS. Leider ist Theo nicht da, mit dem wir gern geklönt hätten – bestimmt ein anderes Mal.

Nachmittags stromerten wir an Land herum und frischen Erinnerungen auf.

Im Alten Zollhaus gab’s ein vorzügliches Abendbrot für uns.

Heute Morgen nach dem Frühstück dann plötzliche Planänderung. Wir beenden den für ursprünglich bis Sonntag vorgesehenen Aufenthalt aufgrund der sich verschärfenden Wettersituation. Winde mit 5-6 und in Böen sogar bis 7 Bft in den kommenden Tagen sind nix für Fiedje und wir treten lieber gleich heute gegen 10:30 den Rückweg an. Bei der Seefahrt muss man sich rasch auf veränderte Wetterbedingungen einstellen – aber das sind wir von unseren Langtörns gewohnt.

Zurück geht’s jetzt mit achterlichem Wind und auflaufendem Wasser noch rascher. Lediglich gut 4 Stunden brauchen wir.

Auf dem Watt ist der Wind merklich aufgefrischt, kleine Schaumkronen bilden sich und es wird bedeckt. Die Skyline von Bremerhaven zeigt sich.

An der Geestemole noch alles beim Alten: Der Kopf des Molenfeuers sitzt noch fest und die Schaulustigen sind auch noch da.

Wir freuen uns über den gelungenen Törn.

Autor: Travelling-Rainer

Begeisterter Wassersportler. Nach 30 Jahren mit SY Swantje nun demnächst mit kleiner Verdränger-MY unterwegs.

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